Heizungswartung – Im Sommer an die Heizung denken

Mit steigenden Temperaturen geht auch die Heizperiode endgültig zu Ende. In Haushalten, in denen die Warmwasserversorgung nicht über die Zentralheizung läuft, kann diese nun sogar ganz abgeschaltet werden. Dennoch sollte die Heizung über die Sommermonate nicht in Vergessenheit geraten, denn jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, die Anlage auf den Prüfstand zu stellen.

03.06.2019
Smarter Heizkörperthermostat von Danfoss
Foto: Wärme+/Danfoss

„Häufig merkt man erst im Herbst mit den ersten kalten Nächten, wenn die Heizung nicht einwandfrei läuft und sitzt dann schnell im Kalten“, erklärt Michael Muerköster von der Initiative WÄRME+. „Daher sollte man die komplette Heizungsanlage am besten im Sommer von einem Fachmann überprüfen lassen. Stehen Reparaturen oder sogar ein kompletter Austausch an, hat man noch genügend Zeit für die Umsetzung, bevor es wieder kalt wird.“ Eine jährliche Überprüfung hilft dabei, die Sicherheit und Lebensdauer der Anlage zu erhöhen und Energie und Betriebskosten einzusparen.

Professioneller Heizungscheck deckt Mängel und Sparpotentiale auf

Bei einem professionellen Heizungscheck begutachtet ein Fachmann den Zustand der kompletten Heizungsanlage und kann mittels genauer Messungen berechnen, was sie verbraucht und wo Einsparpotentiale bestehen. Häufige Ursache für einen hohen Energieverbrauch ist eine hydraulisch nicht richtig eingestellte Heizungsanlage. Dies macht sich an überversorgten Heizkörpern in der Nähe der Anlage und nicht ausreichend versorgten Heizkörpern etwa in weiter entfernten oberen Etagen des Hauses bemerkbar. „Ein hydraulischer Abgleich kann hier Abhilfe schaffen. Dabei werden die einzelnen Komponenten der Heizungsanlage optimale aufeinander abgestimmt, so dass die Wärme genau da ankommt, wo sie benötigt wird“, erläutert Michael Muerköster. Durch einen hydraulischen Abgleich lassen sich leicht 15 Prozent der gesamten Heizkosten einsparen.
Auch eine veraltete Heizungspumpe kann die Betriebskosten in die Höhe treiben. Dann lohnt sich der Austausch gegen eine moderne Hocheffizienzpumpe mit elektronischer Steuerung. Diese erkennt den tatsächlichen Heizbedarf im Haus und passt die Leistung und den Wasserdruck automatisch an.

Energiewende im Heizungskeller: Wärmepumpe ist erste Wahl bei Modernisierung

Ist die Heizungsanlage bereits in die Jahre gekommen, sodass ein kompletter Austausch in Frage kommt, finden Eigentümer in der Wärmepumpentechnologie eine effiziente Alternative zu konventionellen Heizungen. Wärmepumpen nutzen die Energie zur Wärmeerzeugung größtenteils aus der Umwelt, das spart nicht nur Betriebs- und Verbrauchskosten, sondern ist auch besonders ressourcen- und umweltschonend. Für eine Modernisierung eignet sich eine Luft-Wasser-Wärmepumpe besonders gut. Da die Wärmequelle im Vergleich zu Erdreich- oder Wasser-Wärmepumpen nicht erst durch Grabungen oder Bohrungen erschlossen werden muss, fallen die Investitionskosten relativ gering aus. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist beinahe überall einsetzbar und kann sogar im Freien aufgestellt werden. Im Innenbereich ist der Platzbedarf für die Heizung nicht größer als für einen normalen Heizkessel.
Weil die Wärmepumpe vor Ort emissionsfrei arbeitet und in der Kombination mit Öko-Strom sogar vollständig mit regenerativen Energien betrieben werden kann, ist sie ein idealer Einstieg in eine erneuerbare Energieversorgung. Der Einbau einer Wärmepumpe wird daher auch von Bund und Bundesländern gefördert. Einen Überblick über die verschiedenen Förderprogramme und Fördergeber liefert die von den Initiativen WÄRME+ und ELEKTRO+ veröffentlichte Broschüre „Förderung elektrischer Haustechnik in Wohngebäuden“. Sie steht zum kostenlosen Download bereit unter www.waerme-plus.de.

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