Barrierefreie Treppe – Bei der Treppenplanung schon ans Alter denken

Manche Treppen fühlen sich beim Begehen richtig gut an, andere nicht. Jungen Leuten fällt das vielleicht nicht weiter auf, doch mit zunehmendem Alter macht sich ein Mehr oder Weniger an Trittkomfort bemerkbar. Manchmal bei jeder Stufe. Dabei lassen sich bei Treppen mit relativ geringem Aufwand die Bedürfnisse im Alter schon bei der Planung einbeziehen.

26.11.2018
Barrierefreie Treppe von Treppenmeister
Die Bedürfnisse im Alter sollten schon bei der Treppenplanung berücksichtigt werden. Foto: Treppenmeister

Maßgeblich dafür für die leichte Begehbarkeit einer Treppe ist das Verhältnis von der Tiefe, die der Fuß zum Auftritt hat und der Höhe der einzelnen Stufe. Fachleute sprechen da von einem bequemen Steigungsverhältnis. Idealerweise sollte die Stufe 17 Zentimeter hoch und zum Auftreten 29 Zentimeter tief sein. Mit diesen Proportionen ist die Treppe noch gut zu bewältigen, wenn Kraft und Koordination im Alter etwas nachlassen. Um Platz zu sparen, fallen die Stufen in Ein- oder Zweifamilien-Häusern jedoch oft höher und schmaler aus. Für Thomas Köcher vom Holztreppen-Marktführer Treppenmeister kaum nachvollziehbar. „Eine Lösung mit bequemen Stufen beansprucht pro Geschoss nur einen halben Quadratmeter Verkehrsfläche zusätzlich“.

Neben dem Steigungsverhältnis gibt es noch eine Reihe weiterer Aspekte, die beim Thema Treppensicherheit zum Tragen kommen. Sehr hilfreich ist beispielsweise ein zweiter Handlauf an der Wand, der sich gut umfassen lässt. Empfohlen wird eine Höhe von etwa 80 Zentimetern, um sich beim Gehen abstützen zu können. Außerdem sollten die Handläufe wirklich bis ans Ende der Treppe reichen. Das klingt banal, ist aber erstaunlich oft nicht der Fall.

Mehr Sicherheit durch die richtige Beleuchtung

Auch die Beleuchtung spielt eine entscheidende Rolle. Schon ab einem Alter von 40 Jahren nimmt der Lichtbedarf stark zu. Vor allem die Stufenkanten sollten gut erkennbar sein. Sie können seitlich von niedrigen Wandspots beleuchtet werden. Daneben gibt es farbige oder beleuchtete Stufenvorderkanten, die nicht nur gut zu sehen sind, sondern auch stimmungsvolle Raumakzente setzen. Eine weitere Möglichkeit, Treppen auszuleuchten, bilden Lichtquellen im Handlauf. Zudem sollten alle Stufen die gleiche Höhe haben. Das wird immer dann relevant, wenn sich die Geschoßhöhe beim Einbau einer Fußbodenheizung oder neuer Bodenbeläge ändert. Lichtschalter am Treppenauf- und -abgang sollten einfach zu erreichen sein. Stufenkanten, die weder zu abgerundet noch zu eckig sind, erleichtern ein müheloses Abrollen des Fußes. Bei Gleitschutzprofilen zählt, dass sie nicht zu weit vorstehen und am besten fast stufenbündig abschließen, um nicht zur Stolperfalle zu werden.

Für Menschen mit Gehbehinderungen gibt es Zusatzausstattungen, die ihnen das Treppensteigen möglich machen. Mit sogenannten Halbstufen lässt sich die Tritthöhe halbieren. Diese Zwischenpodeste sorgen für mehr Stabilität bei der Gewichtsverlagerung und sparen Kraft. Sie lassen sich jederzeit nachträglich anbringen und auch wieder entfernen, falls sie nicht mehr gebraucht werden. Die KfW gewährt für Halbstufen Zuschüsse innerhalb ihrer Förderprogramme für altersgerechten Umbau. Wenn Treppensteigen trotz Halbstufen zu schwer fällt, bietet sich als nächstes ein Treppenlift an. Jedes Treppenmeister-Modell verfügt über eine ausreichende Statik, um bei Bedarf einen Treppenlift zu installieren. Weitere Informationen unter www.treppenmeister.com.

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