Fertigkellerbau im Winter – „Schaffe, schaffe, Keller baue“

Vielerorts müssen im Winter oder spätestens wenn Schnee fällt die Baustellen ruhen – nicht so beim Fertigkellerbau. Die Mitgliedsunternehmen der Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF), die ihre Betonelemente nach den strengen Vorgaben des RAL-Gütezeichens Fertigkeller errichten, profitieren von der industriellen Vorfertigung und der daraus resultierenden kurzen Aufbauphase im Freien sowie von ihrer jahrelangen Erfahrung und umfangreichen überregionalen Aufträgen.

15.01.2016
Fertigkeller lassen sich auch im Winter errichten
Schnee kann denHerstellern von Fertigkellern nichts anhaben. Foto: GÜF/Braun

Ausnahmslos von Januar bis Dezember läuft bei den GÜF-Mitgliedsunternehmen die industrielle Produktion der Fertigkellerelemente, die per Lastwagen aus den großen Werks- und Lagerhallen zur Baustelle transportiert werden. Dort wird die Ladung binnen weniger Stunden fachmännisch zu einem Fertigkeller zusammengesetzt und gegebenenfalls abgedichtet. „Wenn die Anfahrt zum Kunden erst einmal gemeistert ist, sind wir selbst bei Schnee und Regen auf der Baustelle nahezu nicht eingeschränkt“, sagt Stephan Braun von der GÜF. Etwas kniffeliger wird es höchstens in Einzelfällen, wenn strenge Nachtfröste mit Temperaturen von dauerhaft minus zwei Grad Celsius und kälter vorherrschen. „Doch das ist deutschlandweit ausgesprochen selten und vor allem auch nicht flächendeckend der Fall“, relativiert Braun.

Für den Bauherrn liefern die ganzjährigen Leistungen der GÜF-Unternehmen gleich doppelten Grund zur Freude: Erstens schreitet der Bauprozess auch im Winter unbeirrt voran. Zweitens droht der Zeitplan mit dem Haushersteller nicht witterungsbedingt aus dem Ruder zu laufen. „Wir planen in der Regel ganzjährig mit Vorlaufzeiten von mindestens vier bis sechs Wochen für den Hausbauer. Gerade mit den Fertighausunternehmen funktionieren Absprachen und das terminliche Zusammenspiel sehr gut“, betont Braun.

Das liegt auch daran, dass die GÜF-Unternehmen ihre Zeitpläne im Winter durchweg einhalten und somit nicht schon im Frühjahr in Verzug geraten. „Es gibt sogar Baustellen, da kommen uns die niedrigen Temperaturen der Wintermonate geradezu entgegen, da Tiefbauleistungen bei leichtem Frost oft besser durchführbar sind als bei matschigem Untergrund“, weiß der Kellerexperte. Bei Bodenplatten für nicht-unterkellerte Häuser, die ebenfalls zum Leistungsspektrum der GÜF-Unternehmen gehören, liege somit auch im Winter nur knapp eine Woche zwischen dem Beginn der Tiefbauarbeiten und der Fertigstellung des Fundaments. „Die Tage, in denen es also für uns auf der Baustelle rein theoretisch auf das Wetter ankommen könnte, sind aufgrund der industriellen Vorfertigung und unserer Erfahrung per se geringer als beim konventionellen Bauen Stein auf Stein“, sagt Braun. Dann kann der Winter gerne kommen.

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