BAULEXIKON

Was ist ein „Maulwurf“? Was ein „monovalentes Heizsystem“? Für all diejenigen, die jetzt nur noch Bahnhof verstehen, haben wir eine umfassende Schlagwortsammlung angelegt, in der wichtige Fachbegriffe rund ums Bauen, Renovieren und Einrichten für jedermann verständlich erklärt werden.

Nennwärmeleistung

Die Nennwärmeleistung gibt die maximal bereitgestellte Wärmemenge einer im Dauerbetrieb arbeitenden Heizungsanlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums an. Diese Nennwärmeleistung ist auf dem Typenschild vermerkt (Angabe in Kilowatt (kW)).

Niedertemperaturkessel

Bei Hochtemperaturkesseln (nach EnEV „Standardheizkessel“ genannt) muss die Kesselwassertemperatur konstant bei mindestens 70 Grad Celsius gehalten werden, um Korrosionsschäden an der Heizfläche vorzubeugen. Die vom Wärmebedarf abhängige, meist jedoch niedrigere Vorlauftemperatur wird durch die Beimischung von abgekühltem Rücklaufwasser erzielt. Niedertemperaturkessel arbeiten hingegen mit einer Eintrittstemperatur, die sich am tatsächlichen Wärmebedarf (üblicherweise im Bereich von 35 bis 40 Grad Celsius) orientiert. Das spart Energiekosten, da der Brenner das Kesselwasser immer nur so weit aufheizen muss, bis dieses nahezu identisch mit der Vorlauftemperatur ist.

Niedrigenergiehaus

Als Niedrigenergiehaus werden Neubauten oder aber auch sanierte Altbauten bezeichnet, die ein gewisses energetisches Niveau unterschreiten. Das Niedrigenergiehausniveau ist in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgeschrieben.

Nullenergiehaus

Die Energiebilanz eines Nullenergiehauses ist ausgeglichen. Das heißt, ein Nullenergiehaus gewinnt seine Energie selbst, so dass keine zusätzliche Energie aufgewendet werden muss, damit es bewohnt werden kann.

Nutzungsgrad

Der Nutzungsgrad einer Heizungsanlage gibt das Verhältnis von eingesetzter Energie (Heizwert eines Brennstoffes) und tatsächlich erzielter Wärmeleistung über einen konkreten Zeitraum, meist ein Jahr, an. Der sogenannte Norm-Nutzungsgrad ist eine Herstellerangabe und wird unter idealtypischen Bedingungen auf dem Prüfstand ermittelt.

Normnutzungsgrad

Siehe Nutzungsgrad.

Netzgekoppelte Anlage

Als netzgekoppelte Anlage wird eine Photovoltaikanlage bezeichnet, die an das öffentliche Leitungsnetz angeschlossen ist und den produzierten Strom einspeist.

Neigungswinkel

Der Ertrag einer Photovoltaikanlage hängt in einem nicht unerheblichen Maße vom richtigen Neigungswinkel der auf dem Dach installierten Fotovoltaikmodulen ab. Jahreszeitlich bedingt ergibt sich idealerweise für die Module im Sommer ein flacherer, im Winter ein steilerer Neigungswinkel. Im Durchschnitt liegt der optimale Neigungswinkel in unseren Breiten etwa zwischen 20 und 60 Grad.

Naturrote Tondachziegel

Aus Ziegelrohlingen, die ohne farbverändernde Beimischung gebrannt werden, entstehen „naturrote Tondachziegel“. Unterschiedliche Farbnuancen „naturroter Tondachziegel“ sind auf den jeweiligen Metallanteil in der Tonmasse zurückzuführen, die von gelb/grau bis dunkelrot/braun reichen können.