BAULEXIKON

Was ist ein „Maulwurf“? Was ein „monovalentes Heizsystem“? Für all diejenigen, die jetzt nur noch Bahnhof verstehen, haben wir eine umfassende Schlagwortsammlung angelegt, in der wichtige Fachbegriffe rund ums Bauen, Renovieren und Einrichten für jedermann verständlich erklärt werden.

Saugbrunnen

Über den Saugbrunnen wird das Grundwasser für den Betrieb einer Wasser/Wasser-Wärmepumpe gefördert.

Scheitholz

Siehe Stückholz.

Schluckbrunnen

Schluckbrunnen dienen der Zurückleitung von Wasser in den Boden, nachdem diesem durch eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe die Wärme entzogen wurde.

Schlüsselfertig

Bei einem schlüsselfertig gelieferten Haus werden alle nötigen Baumaßnahmen, inklusive Innenausbau, vom Haushersteller ausgeführt. Der Begriff ist juristisch jedoch nicht eindeutig bestimmt, woraus sich je nach Hersteller kleine aber feine Unterschiede im Fertigstellungsgrad ergeben können.

Schüttraummeter

Ein Schüttraummeter (srm) ist eine Maßeinheit für Stückholz. Ein Schüttraummeter entspricht in etwa 0,3 bis 0,4 Festmetern (fm) und 0,4 bis 0,5 Raummetern (rm) Brennholz.

Schwarze Wanne

Keller, die mit schwarzen Bitumenbahnen oder -anstrichen abgedichtet sind, tragen die Bezeichnung „schwarzen Wanne”.

Smart-Home

Siehe Hausautomation.

Solarer Wärmegewinn

Der solare Wärmegewinn (Qs) entsteht durch Sonneneinstrahlung, die durch Glas- oder Fensterflächen ins Innere eines Gebäudes gelangt. Bei entsprechender Planung entlasten solare Wärmegewinne das reguläre Heizsystem.

Solarkollektor

Ein Solarkollektor „sammelt“ die im Sonnenlicht enthaltene Energie. Der Begriff wird gemeinhin nur für die Beschreibung eines thermischen Solarkollektors verwandt, der mithilfe von Sonnenenergie Wärme erzeugt. Kollektoren zur Gewinnung elektrischen Stroms (Photovoltaik) werden hingegen als Solarmodule bezeichnet.

Solar-Kombispeicher

Solar-Kombispeicher (eine Variante des „Pufferspeichers“) speichern die überschüssige Sonnenwärme, um sie an sonnenarmen Tagen und in der Nacht wieder abzugeben. Es gibt zwei Speichermodelle: Die „Tank-im-Tank“-Lösung und den Trinkwasserwärmetauscher. Ersterer besitzt je einen separaten Tank für Trinkwasser und Heizungswasser. Der Heizungswassertank wird zusätzlich zur Solaranlage über ein zweites Heizsystem, zum Beispiel Pelletheizung oder Wärmepumpe, erhitzt. Beim Trinwasserwärmetauscher durchläuft das Heizungswasser ein Rohrsystem, durch welches das Trinkwasser geleitet und dabei erhitzt wird.

Solarmodul

Siehe Photovoltaikmodul.

Solarpanel

Siehe Photovoltaikmodul.

Solarthermie

Solarthermie ist die Umwandlung von Sonnenenergie in kostengünstige und klimafreundliche Wärmeenergie.

Solarzelle

Eine Solarzelle setzt bei Sonneneinstrahlung positive und negative Ladungsträger frei und erzeugt so Gleichstrom. Solarzellen werden überwiegend aus Silizium hergestellt. Sie erreichen derzeit einen Wirkungsgrad von elf bis 17 Prozent.

Sole/Wasser-Wärmepumpe

Eine Sole/Wasser-Wärmepumpe generiert ihre Wärmeenergie aus dem Erdreich. Je nach Grundstück, kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz: Flächen- und Spiralkollektoren sind relativ einfach und verhältnismäßig kostengünstig ins Erdreich einzubringen. Eine Erdwärmesonde hingegen ist aufwändiger und teurer, da hierfür eine kostspielige Tiefenbohrung notwendig ist.

Speicherladepumpe

Siehe Brauchwasserladepumpe.

Spitzenlast

Als Spitzenlast wird ein zeitlich begrenzter, verhältnismäßig kurzer und erhöhter Bedarf an Heizwärme oder warmen Brauchwasser bezeichnet. Eine solche Leistungsspitze tritt zum Beispiel dann auf, wenn morgens mehrere Personen eines Haushalts duschen wollen oder gleichzeitig die Heizkörper öffnen.

Standardheizkessel

Siehe Niedertemperaturkessel.

Ster

Siehe Raummeter.

Stirlingmotor

Gase haben die Eigenschaft, sich bei Erhitzen auszudehnen und beim Abkühlen wieder zusammenzuziehen. Ein Stirlingmotor nutzt dieses Prinzip als Antriebskraft: In einem geschlossenen System aus Kolben und Zylinder befindet sich ein Gas. Der Zylinder wird an einem Ende von einer äußeren Wärmequelle erwärmt, wodurch sich das in ihm befindliche Arbeitsgas ausdehnt. Am anderen Ende kühlt das Zylindergehäuse ab, wodurch das Gas wieder an Volumen verliert. Bewegungsenergie entsteht, die sich auf eine Welle übertragen zum Beispiel zur Stromerzeugung nutzen lässt. Mit Stirlingmotoren können etwa Mini-Blockheizkraftwerke betreiben werden.

Stromgeführt

Orientiert sich die Leistung eines Mini-Blockheizkraftwerks (Mini-BHKW) am Strombedarf eines Gebäudes, so spricht man von einem stromgeführten Mini-BHKW.

Stückholz

Stückholz (auch „Scheitholz“) ist der Brennstoff mit der längsten Tradition. Grundsätzlich eignet sich jede Holzart als Brennholz, wobei Buche aufgrund seines Abbrennverhaltens bevorzugt verheizt wird. Zur Verfeuerung eignet sich Holz mit einer Restfeuchte mit 15 bis 20 Prozent. Der durchschnittliche Brennwert von Stückholz liegt bei vier kWh pro Kilogramm. Stückholz gehört zu den regenerativen Energieträgern.

Stückholzkessel

Stückholzkessel (auch „Festbrennstoffkessel“) nutzen Scheitholz beziehungsweise Stückholz zur Wärmegewinnung. Das Brennmaterial muss regelmäßig von Hand zugeführt werden. Die bei der Verbrennung entstehende Asche muss ebenso regelmäßig entnommen werden. Um Spitzenlastzeiten ausgleichen zu können, wird ein Stückholzkessel mit einem Pufferspeicher kombiniert.

Sturzbrandofen

Siehe Holzvergaserkessel.

Schneckenförderung

Bei der Schneckenförderung handelt es sich um ein Transportsystem, das Holzpellets aus dem Pelletslager zum Heizkessel befördert.

Stahlbeton

Beton, der eine Bewehrung aus Stahlstäben, Baumatten oder Draht enthält. Stahlbeton kommt bei Konstruktionen zum Einsatz, bei denen starke Zugkräfte auf das entsprechende Bauteil (z.B. Betondecke mit großer Spannweite) wirken.

Stahlfaserbeton

Beton, dem Stahlfasern beigemischt wurden und sich daher besonders widerstandsfähig gegen Druck-, Zug- und Biegungsbelastungen zeigt. Die Stahlfasern machen die klassische Bewehrung (Stahlbeton) unnötig.

Systemtrenner

Bei einem Systemtrenner handelt es sich um eine Sicherungsarmatur, die eine Verschmutzung des Trinkwassers durch Rücksaugen, Rückfließen oder Rückdrücken von Nicht-Trinkwasser verhindert.

Skimmer

Ein Skimmer ist ein Oberflächensauger, der grobe Verunreinigungen wie Laub, kleinere Äste oder Insekten von der Wasseroberfläche eines (Schwimm-)Teiches entfernt und dadurch die Nährstoff- und Sedimentanreicherung des Gewässers reduziert. Aufgrund seiner Konstruktion schwimmt der aus Kunststoff gefertigte Skimmer direkt an der Wasseroberfläche und wird durch eine Luftblase in Position gehalten.

Stadthaus

Ein Reihenhaus ist ein Einfamilienhaus, das sich mit anderen Häusern die Seitenwände teilt. Reihenhäuser bestehen aus einer Gruppe von mindestens drei Gebäuden. Bei einer Gruppe von zwei Häusern spricht man von Doppelhäuser.